Von Hagen nach Lüdenscheid: Wald- und Wiesen-Route.
Vom Motorradtreff Syburg rechts und dann immer gerade aus. Schon mal probiert? So findet man eine nette kleine Nebenstrecke von
Hagen nach Lüdenscheid, vorbei an Biergärten, über landschaftlich reizvolle kleine Straßen, durch Wälder und offenes Gelände.
Vom Syburger Motorradtreff geht's über Hagen-Boele, an der
Fernuniversität vorbei immer dem Straßenverlauf folgend am Rand von Hagen entlang zu einer Straße, die von der AB-Abfahrt ''Hagen-Süd' nach Hohenlimburg führt. Letztere überquert man, dem Wegweiser 'Gaststätte Staplack' (geradeaus ;-) folgend, und gelangt auf eine kleine Landstraße. Wer von der A45 kommt, nimmt die Abfahrt ''Hagen-Süd';'; nach 200m Richtung Hohenlimburg geht's gleich rechts ab auf die Landstraße.
Der Staplack liegt nicht direkt an der hier beschriebenen Strecke, sondern
ein paar hundert Meter 'grad um die Ecke'. Ein zweites Hinweisschild zeigt den Weg. Die Gaststätte ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger (und nebenbei, auch das Stammlokal des Hagener Pudelvereins). Sonntags nachmittags muß man also mit dem üblichen Kaffee-und-Kuchen Publikum rechnen. Abends lockert sich die Gesellschaft aber auf, man sitzt gemütlich unter hohen Bäumen und es stehen auch regelmäßig Motorräder am Platz.
Die Landstraße führt zunächst nach Kattenohl auf eine Anhöhe. Von dort hat man einen
weiten Blick zur Burgruine Hohensyburg und auf die nordwestlichen Ausläufer des Sauerlands. Weiter geht es über die verschlungene kleine Straße ins nächste Dorf und
man findet das Gasthaus 'Piepenstock' mit einem allerdings etwas vereinsamtem Biergarten. Einen Kilometer weiter kommt man zum Gasthaus Becker in Sürenhagen
(donnerstags Ruhetag). Es bietet sich ein weiter Blick nach Hohenlimburg. Das Gasthaus hat eine Außen-Terrasse, auf der man auch an heißen Tagen kühl sitzen kann. Weiter geht es durch dunkle Waldstücke, aufgelockert durch kleine Siedlungen und Wiesen. Auf
teilweise unübersichtliche Kurven, stark wechselnde Lichtverhältnisse, je nach Jahreszeit nasses Laub und landwirtschaftlichen Verkehr sollte man vorbereitet sein. Die A45 sieht
man unterwegs immer wieder, mal fährt man drunter, mal drüber und meist nebenher.
Ab Rölvede, nach etwa der Hälfte der Gesamtstrecke, bietet sich offenere Landschaft und
schwungvoll braust man an den Äckern vorbei. An sonnigen Tagen sind auf der Strecke allgemein die Motorräder gegenüber Dosen und Treckern in der Überzahl. Insgesamt hält
sich der Verkehr aber sehr in Grenzen. Am Ende der Landstraße biegt man rechts ab und kommt nach einigen hundert Metern zur AB ''Lüdenscheid-Nord'.'.
Je nach Laune und Vorlieben bietet sich aber auch in Albringwerde (etwa 1km nach
Rölvede) ein Abstecher zur Brenscheider Mühle an. Dazu links unter der Autobahn durch und bergab bis zu einem Hinweisschild 'Brenscheider Mühle'. Nach einem km an einem
Bach, die Nahmer, entlang findet man eine Gaststätte; im Sommer wird auch draußen ausgeschenkt. Mit etwas Glück gibt es nebenan in der stillgelegten Mühle gerade frisch
geräucherte Forellen (denen man aber geschmacklich anmerkt, dass sie nicht aus dem Bach gefangen wurden sondern in den nahen Teichen gemästet wurden). Wer von der
Brenscheider Mühle direkt nach Hagen zurückkehren möchte, kann dem Bach folgend durch's heimelige Nahmertal nach Hohenlimburg fahren ((zurück zum Hinweisschild und dann rechts weiter bergab).

Gregor Meyer / Nov. '96 |